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Sauerkrautplatten entsorgen: so geht es richtig

Wie entsorgt man Sauerkrautplatten richtig? Schritt für Schritt erklärt.

Sauerkrautplatten richtig entsorgen

Sauerkrautplatten ist der umgangssprachliche Name für Holzwolle-Leichtbauplatten, deren grobe, faserige Oberfläche an Sauerkraut erinnert. Bekannt sind sie auch als Heraklithplatten, nach dem verbreiteten Markennamen. Verbaut wurden sie jahrzehntelang als Putzträger, Dämmung und Deckenverkleidung, in Kellern und Garagen ebenso wie in Wohnhäusern. Der Name täuscht also: Mit Küchenabfall haben die Platten nichts zu tun.

Die Platten bestehen aus Holzwolle, die mit Zement oder Magnesit gebunden ist. Dieser Verbund macht sie zu Bauabfall: Sie gehören weder in den Restmüll noch in die Biotonne, auch wenn Holz enthalten ist. Für die Entsorgung zählt der mineralische Binder, nicht der Holzanteil. Auch Reste von Putz oder Kleber an den Platten ändern daran nichts.

Welche Tonne / wohin damit?

Kleinere Mengen aus einem Umbau nehmen viele Wertstoffhöfe oder Bauschutt-Annahmen als Baustellenabfall an, meist gegen Gebühr nach Gewicht oder Volumen. Die Einstufung ist kommunal unterschiedlich, fragen Sie deshalb vorab nach, maßgeblich ist Ihre Kommune. Bei größeren Mengen, etwa einer kompletten Decke, ist ein Container für Baumischabfall oder ein Entsorgungsfachbetrieb der richtige Weg. Prüfen Sie vor der Anfahrt auch Öffnungszeiten und maximale Anliefermenge.

Ein wichtiger Punkt bei Altbauten: Sauerkrautplatten stecken teils in Verbundkonstruktionen, in denen auch asbesthaltige Materialien verbaut sein können. Das gilt besonders für Gebäude, die vor den 1990er Jahren errichtet oder saniert wurden. Lassen Sie das Material im Zweifel prüfen, bevor Sie großflächig abbrechen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Prüfen Sie bei alten Verbundkonstruktionen, ob asbesthaltige Materialien beteiligt sein könnten, im Zweifel Fachleute fragen.
  2. Klären Sie mit Wertstoffhof oder Kommune, wie die Platten angenommen werden.
  3. Bauen Sie die Platten möglichst staubarm aus und sammeln Sie sie getrennt vom mineralischen Bauschutt.
  4. Bringen Sie kleine Mengen zur Annahmestelle.
  5. Bestellen Sie für größere Mengen einen Container oder beauftragen Sie einen Fachbetrieb.

Wertstoffrückgewinnung

Der feste Verbund aus Holzwolle und mineralischem Binder lässt sich kaum trennen, deshalb werden Sauerkrautplatten überwiegend als Baumischabfall aufbereitet oder thermisch verwertet. Ein sortenreines Recycling gibt es praktisch nicht. Die geordnete Entsorgung hält das Material aber aus dem Restmüll heraus und stört nicht die Aufbereitung des sortenreinen Bauschutts.

Häufige Fehler

  • Falsch: die Platten wegen des Holzanteils in Biotonne oder Grünabfall geben
  • Falsch: Sauerkrautplatten kleingebrochen über den Restmüll entsorgen
  • Falsch: alte Verbundkonstruktionen abreißen, ohne eine mögliche Asbestbelastung zu prüfen

FAQ

Wohin mit Sauerkrautplatten?

Als Bauabfall zum Wertstoffhof oder zur Bauschutt-Annahme, größere Mengen in den Container oder über einen Fachbetrieb. Maßgeblich ist Ihre Kommune.

Sind Sauerkrautplatten und Heraklithplatten dasselbe?

Ja, beides bezeichnet Holzwolle-Leichtbauplatten. Heraklith ist ein bekannter Markenname, Sauerkrautplatte der umgangssprachliche Begriff.

Dürfen Sauerkrautplatten in die Biotonne?

Nein. Trotz des Holzanteils sind die Platten zement- oder magnesitgebundener Bauabfall und gehören nicht in Biotonne oder Restmüll.

Können Sauerkrautplatten Asbest enthalten?

Die Platten selbst bestehen aus Holzwolle und Bindemittel. In alten Verbundkonstruktionen können aber asbesthaltige Materialien verbaut sein, lassen Sie das im Zweifel prüfen.

Dieser Inhalt wurde mit KI-Unterstützung erstellt und durch die Redaktion geprüft. Stand: Juli 2026.