Sondermüll entsorgen: Schadstoffsammlung und Schadstoffmobil
Stand: Juli 2026
Kurz erklärt
Die Schadstoffsammlung nimmt alle Abfälle aus Haushalten an, die Mensch und Umwelt gefährden können: Farben, Chemikalien, Öle, quecksilberhaltige Lampen und Ähnliches. Solche Stoffe dürfen weder in den Restmüll noch in den Abfluss, denn dort gefährden sie Beschäftigte der Entsorgung, beschädigen Anlagen oder gelangen ins Grundwasser. Geben Sie Schadstoffe möglichst in der Originalverpackung oder zumindest beschriftet ab, damit die Annahmestelle weiß, womit sie es zu tun hat, und mischen Sie niemals verschiedene Chemikalien in einem Behälter.
Für die Abgabe gibt es drei Wege: die stationäre Schadstoffannahme am Wertstoffhof, das Schadstoffmobil, das nach Terminplan Stadtteile und Gemeinden anfährt, und die Rücknahme im Handel, etwa für Batterien oder Altöl. Für Haushalte ist die Abgabe haushaltsüblicher Mengen in der Regel kostenlos, denn die Kosten sind über Abfallgebühren und Herstellersysteme abgedeckt. Termine, Annahmestellen und die genaue Liste der angenommenen Stoffe legt Ihre Kommune fest.
Das darf hinein
- Flüssige Farben und Lacke, auch angebrochene Gebinde
- Verdünner, Terpentin und Pinselreiniger
- Altöl und ölverschmierte Behälter, sofern der Händler sie nicht zurücknimmt
- Batterien und Akkus aller Art
- Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren, möglichst unzerbrochen
- Haushaltschemikalien wie Abflussreiniger oder Entkalker-Konzentrate
- Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel samt Behälter
- Feuerlöscher, auch abgelaufene
- Quecksilberthermometer und andere quecksilberhaltige Geräte
- Spraydosen mit Restinhalt
Das darf nicht hinein: und wohin stattdessen
- Restentleerte, eingetrocknete Farbdosen: kein Schadstoff mehr, sie gehören in den Restmüll oder zur Wertstoffsammlung
- Elektrogeräte: Elektroschrott-Annahme am Wertstoffhof oder Rücknahme im Handel
- Autobatterien: am einfachsten beim Händler abgeben, dort erhalten Sie das Batteriepfand zurück
- Altreifen: Reifenhandel oder Wertstoffhof, keine Schadstoffannahme
- Speiseöl: kein Sondermüll; verschlossen in den Restmüll oder zu speziellen Sammelstellen
- Medikamente: in den meisten Kommunen über den Restmüll, keinesfalls in Toilette oder Abfluss
Häufige Fehlwürfe
Der folgenreichste Fehler ist der Griff zum Abfluss: Farbreste, Verdünner oder Öl belasten Kläranlagen und können ins Grundwasser gelangen, schon kleine Mengen verunreinigen große Wassermengen. Genauso kritisch sind Batterien und Akkus im Restmüll, die regelmäßig Brände in Sammelfahrzeugen und Sortieranlagen auslösen; dabei ist die Rückgabe im Handel kostenlos und an jeder Supermarktkasse mit Sammelbox möglich. Umgekehrt wird die Schadstoffannahme oft mit Dingen angefahren, die dort gar nicht hingehören: Eingetrocknete Farbdosen und Elektrogeräte haben eigene, meist einfachere Entsorgungswege über Restmüll, Wertstoffhof oder Handel.
Standorte der stationären Schadstoffannahme und die aktuellen Halteplätze des Schadstoffmobils finden Sie über die Wertstoffhöfe und Annahmestellen in Ihrer Nähe, die Termine stehen im Abfallkalender Ihres Entsorgers. Maßgeblich ist die Regelung Ihrer Kommune, auch bei Mengengrenzen und der Frage, welche Stoffe angenommen werden.
Häufige Fragen
Wie kann ich Sondermüll entsorgen?
Sondermüll wie Farben, Chemikalien, Altöl oder Energiesparlampen geben Sie bei der stationären Schadstoffannahme am Wertstoffhof, beim Schadstoffmobil oder über Rücknahmesysteme des Handels ab. In den Restmüll oder den Abfluss darf er nie.
Was ist das Schadstoffmobil?
Das Schadstoffmobil ist eine mobile Sammelstelle, die nach einem festen Terminplan Stadtteile und Gemeinden anfährt und Schadstoffe aus Haushalten annimmt. Die Termine veröffentlicht Ihre Kommune im Abfallkalender.
Wohin mit alten Farben und Lacken?
Flüssige Farben und Lacke gehören zur Schadstoffsammlung oder zum Schadstoffmobil. Restentleerte Dosen mit eingetrockneter Farbe sind dagegen kein Sondermüll mehr und dürfen in den Restmüll oder zur Wertstoffsammlung.
Kostet die Abgabe beim Schadstoffmobil etwas?
Haushaltsübliche Mengen nehmen die Kommunen in der Regel kostenlos an. Details und Mengengrenzen regelt Ihre Kommune, ein Blick auf deren Abfallseiten lohnt sich vor der Anfahrt.