Blogartikel

Biotonne: Was darf hinein und was nicht?

Stand: Juli 2026

Kurz erklärt

Die Biotonne, meist braun oder grün, sammelt organische Abfälle aus Küche und Garten. Ihr Inhalt wird kompostiert oder in Vergärungsanlagen zu Biogas und hochwertigem Dünger verarbeitet. Damit das funktioniert, muss der Inhalt frei von Plastik und anderen Störstoffen sein, denn aussortieren lässt sich Fremdmaterial später nur mit großem Aufwand, und was übrig bleibt, landet als Mikroplastik im Kompost und damit auf Äckern und in Gärten.

Geleert wird die Biotonne vom kommunalen Entsorger, in vielen Regionen im Sommer häufiger als im Winter. Die Details unterscheiden sich von Ort zu Ort deutlich: Manche Kommunen erlauben gekochte Speisereste, Fleisch und Zitrusschalen, andere schließen sie aus, weil ihre Anlagen dafür nicht ausgelegt sind oder Schädlinge angelockt werden. Ein Blick in das Merkblatt Ihres Entsorgers lohnt sich deshalb immer, bevor Sie Zweifelsfälle einwerfen.

Das darf hinein

  • Obst- und Gemüsereste samt Schalen
  • Kaffeesatz mitsamt Papierfilter
  • Teereste und lose Teeblätter
  • Eierschalen, gerne zerdrückt
  • Altes Brot und trockene Backwaren
  • Laub und Rasenschnitt aus dem eigenen Garten
  • Kleiner Strauch- und Heckenschnitt
  • Verwelkte Blumen und Topfpflanzen ohne Topf
  • Unbeschichtetes Küchenpapier in kleinen Mengen
  • Kleintiereinstreu aus Stroh oder Heu, sofern die Kommune es zulässt
  • Gekochte Speisereste, Fleisch und Zitrusschalen: je nach Kommune erlaubt oder ausgeschlossen

Das darf nicht hinein: und wohin stattdessen

Häufige Fehlwürfe

Störstoff Nummer eins ist die Plastiktüte, in der Bioabfall bequem gesammelt und dann samt Inhalt eingeworfen wird. Auch Beutel mit Kompostierbar-Logo verrotten in vielen Anlagen zu langsam und werden dort wie normales Plastik aussortiert, deshalb verbieten viele Kommunen sie ausdrücklich. Sammeln Sie stattdessen lose, in Zeitungspapier oder in reinen Papiertüten. Dahinter folgen Katzenstreu und vermeintlich harmlose Kleinigkeiten wie Gummibänder, Obstaufkleber oder Blumentopf-Reste. Jede Plastikbeimischung verschlechtert die Qualität des Komposts, der später auf Feldern und in Gärten ausgebracht wird, und stark verunreinigte Tonnen bleiben mancherorts sogar ungeleert stehen.

Ob Ihre Kommune gekochte Speisereste erlaubt, welche Sammelbeutel zugelassen sind und wo Sie Gartenabfälle in großen Mengen abgeben können, erfahren Sie über die Wertstoffhöfe und Annahmestellen in Ihrer Nähe. Maßgeblich ist die Regelung Ihrer Kommune.

Häufige Fragen

Was darf in die Biotonne?

In die Biotonne gehören organische Küchen- und Gartenabfälle: Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz, Teereste, Eierschalen, Laub und Rasenschnitt. Bei gekochten Speiseresten, Fleisch und Zitrusschalen entscheidet Ihre Kommune.

Dürfen kompostierbare Plastikbeutel in die Biotonne?

In vielen Kommunen nein. Die Beutel verrotten in den Anlagen oft zu langsam und werden wie normales Plastik aussortiert. Sammeln Sie Bioabfall besser lose, in Zeitungspapier oder in Papiertüten.

Warum darf Katzenstreu nicht in die Biotonne?

Katzenstreu besteht meist aus mineralischem Material und kann Krankheitserreger enthalten. Beides hat im Kompost nichts zu suchen. Katzenstreu gehört in den Restmüll.

Was passiert mit dem Inhalt der Biotonne?

Bioabfall wird kompostiert oder in Vergärungsanlagen zu Biogas und Dünger verarbeitet. Deshalb ist es so wichtig, dass kein Plastik und keine Schadstoffe hineingelangen.