Restmüll: Was gehört in die Restmülltonne und was nicht?
Stand: Juli 2026
Kurz erklärt
Die Restmülltonne, meist grau oder schwarz, ist die Sammlung für alles, was sich nicht mehr verwerten lässt: verschmutzte, hygienisch bedenkliche oder untrennbar gemischte Abfälle. Sie ist bewusst die letzte Option im Trennsystem, denn ihr Inhalt wird in der Regel verbrannt und nicht recycelt. Alles, was hier landet, ist als Rohstoff verloren. Deshalb lautet die Grundregel: Erst prüfen, ob ein Abfall in eine der Wertstoffsammlungen gehört, und nur den echten Rest in die graue Tonne geben.
Geleert wird die Restmülltonne von Ihrem kommunalen Entsorger, bezahlt über die Abfallgebühren Ihres Haushalts. Tonnengröße und Leerungsrhythmus vereinbaren Sie mit der Kommune, und genau hier liegt ein handfester Sparhebel: Je konsequenter Sie Wertstoffe trennen, desto kleiner kann die Restmülltonne ausfallen und desto niedriger sind in vielen Gebührenmodellen die laufenden Kosten.
Das darf hinein
- Hygieneartikel wie Binden, Tampons und Wattestäbchen
- Windeln, gut verpackt gegen Gerüche
- Zigarettenkippen und kalte Zigarettenasche
- Staubsaugerbeutel und Kehricht
- Kaputte Trinkgläser, die nicht ins Behälterglas-Recycling gehören
- Porzellan- und Keramikscherben
- Video- und Musikkassetten, das Magnetband ist nicht verwertbar
- Stark verschmutztes Papier und benutzte Küchentücher
- Katzenstreu und Kleintierstreu
- Zerschlissene Putzlappen und Schwämme
- Ausgekühlte Asche in kleinen Mengen
Das darf nicht hinein: und wohin stattdessen
- Batterien und Akkus: Sammelboxen im Handel oder Wertstoffhof, wegen akuter Brandgefahr nie in die Tonne
- Elektrogeräte: Wertstoffhof oder kostenlose Rücknahme im Handel
- Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren: Sammelstellen im Handel oder Schadstoffannahme
- Flüssige Farben und Lacke: Schadstoffsammlung oder Schadstoffmobil, nie in Tonne oder Abfluss
- Altöl: Rückgabe dort, wo Sie neues Öl kaufen, der Handel ist zur Annahme verpflichtet
- Tragbare Kleidung: Altkleidercontainer oder Sozialkaufhaus
- Papier und Kartonagen: Altpapiertonne
- Glasflaschen und Konservengläser: Glascontainer, nach Farben getrennt
Häufige Fehlwürfe
Der gefährlichste Fehlwurf sind Batterien und Akkus: Beschädigte Lithiumzellen lösen immer wieder Brände in Müllfahrzeugen und Sortieranlagen aus und gefährden damit unmittelbar Menschen. Ebenfalls häufig landen Elektrokleingeräte wie Ladegeräte, Kopfhörer oder Rasierer im Restmüll, obwohl sie wertvolle Rohstoffe wie Kupfer und Gold enthalten und im Handel wie am Wertstoffhof kostenlos zurückgegeben werden können. Und wer Papier, Glas und Verpackungen aus Bequemlichkeit in den Restmüll wirft, verschenkt Wertstoffe doppelt: Die Rohstoffe verbrennen, und über die Gebühren bezahlen Sie für unnötig viel Restmüllvolumen. Ein kurzer Blick auf die Trennhinweise Ihres Entsorgers zahlt sich hier doppelt aus.
Im Zweifel gilt: Erst die Wertstoffwege prüfen, dann die graue Tonne. Wo Sie Batterien, Elektrogeräte und Schadstoffe kostenlos abgeben können, zeigen die Wertstoffhöfe und Annahmestellen in Ihrer Nähe. Maßgeblich ist die Regelung Ihrer Kommune.
Häufige Fragen
Was gehört in den Restmüll?
In den Restmüll gehört alles, was sich nicht verwerten lässt: Hygieneartikel, Windeln, Zigarettenkippen, Staubsaugerbeutel, kaputte Trinkgläser, Porzellan und Kassetten. Wertstoffe, Batterien, Elektrogeräte und Schadstoffe gehören nicht hinein.
Dürfen Batterien in den Restmüll?
Nein, niemals. Batterien und Akkus können Brände auslösen und enthalten Schadstoffe. Geben Sie sie in die Sammelboxen im Handel oder am Wertstoffhof ab, das ist kostenlos.
Warum gehören kaputte Trinkgläser in den Restmüll und nicht in den Glascontainer?
Trinkgläser bestehen aus einer anderen Glassorte als Flaschen und Konservengläser. Sie schmelzen bei anderen Temperaturen und stören das Behälterglas-Recycling, deshalb gehören sie in den Restmüll.
Was passiert mit dem Restmüll?
Restmüll wird in Deutschland in der Regel in Müllverbrennungsanlagen energetisch verwertet. Die Rohstoffe sind damit verloren, deshalb lohnt sich konsequente Trennung von Wertstoffen.