Altpapier: Was gehört in die Papiertonne und was nicht?
Stand: Juli 2026
Kurz erklärt
Die Papiertonne, meist blau, sammelt Papier, Pappe und Kartonagen für das Papierrecycling. Altpapier ist einer der wertvollsten Wertstoffe im Haushalt: Die Fasern lassen sich viele Male wiederverwenden, und neues Zeitungs-, Hygiene- und Verpackungspapier entsteht heute überwiegend aus Altpapier. Kaum ein anderer Wertstoffkreislauf funktioniert in Deutschland so gut, vorausgesetzt, die Sammlung bleibt sauber.
Geleert wird die Tonne vom kommunalen Entsorger oder einem beauftragten Unternehmen, je nach Ort im Zwei- oder Vierwochenrhythmus. Entscheidend für die Qualität ist, dass nur sauberes, unbeschichtetes Papier hineinkommt. Beschichtungen, Kunststofffolien und Essensreste stören den Recyclingprozess erheblich, denn im Wasserbad der Papierfabrik lösen sich nur reine Fasern sauber auf. Kartons falten Sie vor dem Einwurf flach, das spart Platz und verhindert überfüllte Tonnen.
Das darf hinein
- Zeitungen und Zeitschriften
- Kartons und Versandschachteln, flach gefaltet und ohne Füllmaterial
- Schreib- und Druckerpapier
- Briefumschläge, auch mit Sichtfenster
- Bücher ohne Spezialeinband, bei großen Mengen besser spenden
- Papiertüten ohne Beschichtung
- Eierkartons
- Prospekte und Kataloge
- Schulhefte und Notizblöcke
- Unbeschichtete Papierverpackungen, etwa Mehltüten
Das darf nicht hinein: und wohin stattdessen
- Kassenbons aus Thermopapier: in den Restmüll, sie enthalten chemische Farbentwickler und keine verwertbaren Fasern
- Backpapier und anderes beschichtetes Papier: Restmüll, die Beschichtung löst sich im Recyclingprozess nicht auf
- Getränkekartons: Gelbe Tonne oder Gelber Sack, sie sind Verbundverpackungen aus Papier, Kunststoff und Aluminium
- Stark verschmutzte Pizzakartons: Restmüll, saubere Deckel abtrennen und ins Altpapier
- Beschichtetes oder foliertes Geschenkpapier: Restmüll
- Fotos und Dias: Restmüll, das Fotopapier ist beschichtet
- CDs und DVDs: nur die Papphülle ins Altpapier, die Scheiben in den Restmüll oder zum Wertstoffhof
- Tapetenreste: Restmüll, sie sind beschichtet oder mit Kleister verunreinigt
- Benutzte Taschentücher und Servietten: Restmüll
Häufige Fehlwürfe
Der häufigste Irrtum betrifft Kassenbons: Sie fühlen sich an wie normales Papier, bestehen aber aus Thermopapier mit chemischen Farbentwicklern und gehören in den Restmüll. Ähnlich tückisch ist der Pizzakarton, denn Fett und Käsereste machen die Fasern unbrauchbar und können im schlimmsten Fall ganze Ballen Altpapier entwerten; trennen Sie saubere Teile ab und entsorgen Sie nur diese über die Papiertonne. Und Getränkekartons landen aus Gewohnheit oft in der Papiertonne, obwohl ihre Kunststoff- und Aluminiumschichten sie zur Verbundverpackung machen, die in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack gehört.
Größere Mengen Kartonagen, etwa nach einem Umzug oder einer Haushaltsauflösung, sprengen jede Papiertonne: Solche Mengen nehmen die Wertstoffhöfe und Annahmestellen in Ihrer Nähe kostenlos oder gegen geringes Entgelt an. Maßgeblich ist die Regelung Ihrer Kommune, auch bei der Frage, ob die Papiertonne kommunal oder von einem privaten Entsorger gestellt wird.
Häufige Fragen
Was gehört ins Altpapier?
Ins Altpapier gehören Zeitungen, Zeitschriften, gefaltete Kartons, Schreibpapier, Briefumschläge, Papiertüten, Eierkartons und Bücher ohne Spezialeinband. Beschichtetes Papier wie Backpapier oder Kassenbons gehört nicht hinein.
Dürfen Kassenbons ins Altpapier?
Nein. Kassenbons bestehen aus Thermopapier mit chemischen Farbentwicklern und gehören in den Restmüll, nicht in die Papiertonne.
Darf der Pizzakarton ins Altpapier?
Nur, wenn er sauber ist. Fettige und mit Käseresten verschmutzte Teile gehören in den Restmüll. Saubere Deckel können Sie abtrennen und ins Altpapier geben.
Warum gehören Getränkekartons nicht ins Altpapier?
Getränkekartons sind Verbundverpackungen aus Papier, Kunststoff und oft Aluminium. Sie werden über die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack gesammelt und in speziellen Anlagen getrennt.