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Altglas entsorgen: Was darf in den Glascontainer?

Stand: Juli 2026

Kurz erklärt

In den Glascontainer gehört ausschließlich Behälterglas: Flaschen ohne Pfand und Konservengläser. Glas lässt sich beliebig oft einschmelzen, ohne an Qualität zu verlieren, und ist damit ein Musterbeispiel für einen geschlossenen Wertstoffkreislauf. Gesammelt wird nach Farben, denn nur farbreines Glas lässt sich wieder zu neuem Weiß-, Braun- oder Grünglas verarbeiten. Blaue und alle anderen Sonderfarben werfen Sie in den Container für Grünglas, denn Grünglas verträgt Fehlfarben beim Einschmelzen am besten. Weißglas ist am empfindlichsten: Schon eine einzige grüne Flasche kann den Farbton einer ganzen Schmelze verschieben.

Die Container stehen an zentralen Sammelplätzen im Stadtgebiet und werden von beauftragten Entsorgern geleert. Deckel drehen Sie am besten ab und geben sie in die Gelbe Tonne; die Sortieranlagen tolerieren einzelne vergessene Deckel aber, hier sind die Kommunen entspannt. Beachten Sie die Einwurfzeiten am Container: Meist ist der Einwurf nur werktags und tagsüber erlaubt, um Anwohner vor Lärm zu schützen. Und stellen Sie nichts neben volle Container, das gilt als Ordnungswidrigkeit.

Das darf hinein

  • Wein-, Sekt- und andere pfandfreie Glasflaschen
  • Konservengläser, etwa von Gurken, Mais oder Rotkohl
  • Marmeladen- und Honiggläser, restentleert
  • Saft-, Essig- und Saucenflaschen aus Glas
  • Öl-Flaschen aus Glas, möglichst restentleert
  • Parfümflakons, restentleert
  • Pharmaglas, etwa leere Hustensaft- oder Tropfenflaschen
  • Gläschen von Babynahrung oder Brotaufstrich
  • Blaue und alle andersfarbigen Flaschen: in den Container für Grünglas

Das darf nicht hinein: und wohin stattdessen

  • Trinkgläser und Glasgeschirr: Restmüll, die abweichende Glassorte stört das Recycling
  • Fensterglas, Drahtglas und Spiegel: Wertstoffhof, Flachglas wird über einen eigenen Kreislauf verwertet
  • Porzellan und Keramik: Restmüll, größere Mengen zum Wertstoffhof
  • Glühbirnen: Restmüll; Energiesparlampen und LED-Lampen: Sammelstellen im Handel oder am Wertstoffhof
  • Weihnachtskugeln: Restmüll, das dünne Dekorglas ist kein Behälterglas
  • Hitzebeständiges Glas wie Auflaufformen, Glaskannen oder Backformen: Restmüll, es schmilzt bei anderen Temperaturen

Häufige Fehlwürfe

Der klassische Irrtum: Glas ist nicht gleich Glas. Trinkgläser, Auflaufformen und Fensterglas haben eine andere Zusammensetzung und andere Schmelzpunkte als Behälterglas; schon wenige Scherben davon können eine ganze Charge neuen Glases unbrauchbar machen. Ebenso hartnäckig ist der Fehlwurf von Keramik und Porzellan, die beim Einschmelzen nicht flüssig werden und als Einschlüsse im neuen Glas zurückbleiben. Und Glühbirnen oder Energiesparlampen gehören grundsätzlich nicht in den Container: Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren enthalten sogar geringe Mengen Quecksilber und müssen deshalb getrennt gesammelt werden.

Standorte von Glascontainern sowie Annahmestellen für Flachglas, Spiegel und größere Mengen finden Sie über die Wertstoffhöfe und Annahmestellen in Ihrer Nähe. Maßgeblich ist wie immer die Regelung Ihrer Kommune, etwa bei den zulässigen Einwurfzeiten am Container.

Häufige Fragen

Was darf in den Glascontainer?

In den Glascontainer darf nur Behälterglas: pfandfreie Flaschen, Konservengläser, Marmeladengläser und Flakons, nach Farben getrennt. Trinkgläser, Fensterglas, Spiegel, Keramik und Glühbirnen gehören nicht hinein.

Wohin mit blauen Glasflaschen?

Blaue und alle anderen Sonderfarben gehören in den Container für Grünglas. Grünglas verträgt Fremdfarben beim Einschmelzen am besten.

Müssen Deckel vom Altglas ab?

Idealerweise ja: Deckel abdrehen und in die Gelbe Tonne geben. Einzelne vergessene Deckel sind aber kein Problem, die Sortieranlagen können sie abtrennen.

Warum dürfen Trinkgläser nicht ins Altglas?

Trinkgläser bestehen aus einer anderen Glassorte mit anderem Schmelzverhalten als Flaschen und Konservengläser. Sie stören das Recycling und gehören deshalb in den Restmüll.