Die kleine Wertstoffkunde
Was steckt eigentlich in alten Elektrogeräten, abgenutzten Möbeln oder leeren Batterien? Und warum lohnt sich das Sammeln und Sortieren wirklich? Diese Übersicht ordnet die wichtigsten Wertstoffe: von reinen Elementen aus dem Periodensystem bis zu Verbundmaterialien, mit Richtwerten für den Rohstoffmarkt.
Die angegebenen Preisspannen sind Richtwerte auf Basis der Londoner Metallbörse (LME) und des bvse-Preisbarometers (Stand: Q1 2025). Rohstoffpreise sind starken Schwankungen unterworfen: Lithium etwa kostete 2022 zeitweise das Siebenfache des heutigen Preises. Aktuelle Notierungen finden sich auf den verlinkten Börsenplattformen.
Metallelemente
Metalle sind die wertvollsten und am besten recycelbaren Rohstoffe. Sie können nahezu verlustfrei eingeschmolzen und wiederverwendet werden, ohne Qualitätsverlust und ohne die aufwendige Primärgewinnung aus Erzen.
Aluminium (Al, Ordnungszahl 13, Gruppe 13)
Aluminium ist das dritthäufigste Element der Erdkruste und gehört zur Borgruppe des Periodensystems. Die Primärgewinnung aus dem Erz Bauxit ist extrem energieintensiv. Das Recycling dagegen verbraucht nur 5 % dieser Energie: Einschmelzen, Legieren, fertig. Getränkedosen, Fensterrahmen, Alufolie und Fahrzeugkarosserien enthalten erhebliche Mengen. In Deutschland werden über 90 % des Aluminiums aus dem Baubereich zurückgewonnen.
Primärpreis: 2.200-2.600 €/t | Schrottpreis: 1.000-1.400 €/t
Eisen und Stahl (Fe, Ordnungszahl 26, Gruppe 8)
Eisen ist das häufigste Schwermetall der Erde und Grundlage für Stahl, eine Eisen-Kohlenstoff-Legierung. Mit rund 80 % Recyclingquote ist Stahl das weltweit meistrecycelte Material. Die automatische Sortierung aus Mischabfällen erfolgt per Magnet. Eisenschrott spart gegenüber der Erzaufbereitung bis zu 74 % Energie und 58 % Wasser pro Tonne.
Stahlschrottpreis: 300-450 €/t
Kupfer (Cu, Ordnungszahl 29, Gruppe 11)
Kupfer ist ein hervorragender Elektrizitätsleiter und daher in jedem Kabel, Motor und Elektrogerät vorhanden. Das Recycling verbraucht nur 15-20 % der Energie der Primärgewinnung. Wegen seines hohen Wertes ist Kupferschrott besonders diebstahlgefährdet; der illegale Handel mit Kupferkabeln ist ein europaweites Problem.
Primärpreis: 8.500-9.500 €/t | Kupferschrott: 6.000-7.500 €/t
Blei (Pb, Ordnungszahl 82, Gruppe 14)
Blei ist toxisch, aber nahezu vollständig recycelbar: 99 % des Bleis in neuen Starterbatterien stammt aus Altbatterien. Der geschlossene Kreislauf ist einer der Gründe, warum Bleiakkumulatoren trotz ihrer Toxizität weiterhin produziert werden. Bleiverbindungen sind wasserlöslich und dürfen keinesfalls in den Hausmüll.
Bleipreis: 1.900-2.200 €/t
Nickel (Ni, Ordnungszahl 28, Gruppe 10)
Nickel ist unverzichtbar für Edelstahl und neuere Batterietechnologien (NMC, NCA). Die EU hat Nickel als kritischen Rohstoff eingestuft. Der Marktpreis ist stark volatil: Er halbierte sich zwischen 2022 und 2024 und schwankt mit der Nachfrage aus der Batterie- und Stahlindustrie.
Nickelpreis: 14.000-18.000 €/t
Lithium (Li, Ordnungszahl 3, Gruppe 1)
Lithium ist das leichteste feste Element des Periodensystems und der Schlüsselrohstoff der Energiewende: Ohne Lithium keine Lithium-Ionen-Akkus in Smartphones, E-Bikes und Elektroautos. Der Marktpreis kollabierte 2023-2024 nach einem extremen Hochpunkt: 2022 wurde Lithiumcarbonat für bis zu 80.000 €/t gehandelt. Hydrometallurgische Recyclingverfahren ermöglichen heute die Rückgewinnung von bis zu 95 %.
Lithiumcarbonat: 10.000-15.000 €/t (2022-Hoch: bis 80.000 €/t)
Kobalt (Co, Ordnungszahl 27, Gruppe 9)
Kobalt ist ein co-kritischer Rohstoff und Kathodenmaterial in Lithium-Ionen-Akkus. Mehr als 60 % der globalen Kobaltproduktion stammt aus der Demokratischen Republik Kongo, oft unter problematischen sozialen Bedingungen. Das Recycling aus Altbatterien reduziert diese Abhängigkeit erheblich und ist einer der stärksten Hebel für eine nachhaltigere Elektronikindustrie.
Kobaltpreis: 25.000-35.000 €/t
Mangan (Mn, Ordnungszahl 25, Gruppe 7)
Mangan ist ein unverzichtbarer Legierungsstoff für Stahl und findet sich zunehmend in Batteriekathoden (LMFP, Mangan-reiche NMC). Etwa 90 % der globalen Manganproduktion fließt in die Stahlherstellung. Mit dem Wachstum manganreicher Batteriechemien steigt das Recyclingpotenzial.
Manganerzpreis: 1.700-2.200 €/t
Gold und Silber (Au / Ag, Spuren in Elektronik)
Moderne Leiterplatten enthalten geringe, aber wertvolle Mengen an Gold (Au, Ordnungszahl 79) und Silber (Ag, Ordnungszahl 47). Eine Tonne Mobiltelefone enthält mehr Gold als eine Tonne Golderz. Das sogenannte Urban Mining, die Rückgewinnung von Metallen aus Elektroschrott, ist daher wirtschaftlich attraktiv und ein wachsendes Geschäftsfeld.
Gold: 55.000-65.000 €/kg | Silber: 800-1.000 €/kg
Kohlenstoffbasierte Materialien
Aktivkohle (C, Ordnungszahl 6, Gruppe 14)
Kohlenstoff tritt als technischer Rohstoff in Form von Graphit, Aktivkohle und Kohlefaser auf. Verbrauchte Aktivkohlefilter können durch Erhitzung mehrfach regeneriert werden. Bei erschöpfter Regenerierbarkeit werden sie als Energieträger in der Zementindustrie genutzt. Graphit ist zudem ein kritischer Rohstoff für Lithium-Ionen-Batterien. Die Entsorgung von Aktivkohlefiltern im Hausmüll ist nicht zulässig, da sie gebundene Schadstoffe enthalten.
Aktivkohlepreis: 500-2.000 €/t (je nach Qualität und Aktivierungsgrad)
Technische Verbindungen
Glas (SiO2-Basis)
Glas besteht hauptsächlich aus Siliziumdioxid (SiO2) zusammen mit Natriumcarbonat und Kalk. Es ist nahezu unbegrenzt recycelbar, da das Einschmelzen keine Qualitätsverluste erzeugt. Deutschland erreicht eine Glasrecycling-Quote von über 83 %, eine der höchsten in Europa. Jede Tonne Recyclingglas ersetzt rund 1,2 Tonnen Primärrohstoffe und spart bis zu 26 % Energie. Wichtig vor der Abgabe: Farbtrennung in Weiß, Braun und Grün.
Altglasankaufspreis: 30-70 €/t (kann bei starker Verunreinigung negativ werden)
PVC (Polyvinylchlorid, -CH2-CHCl-)
PVC ist der dritthäufigste Kunststoff weltweit und enthält Chlor sowie oft Phthalat-Weichmacher. Das mechanische Recycling ist möglich, aber aufwendig. PVC darf keinesfalls verbrannt werden, da dabei Chlorwasserstoff und potenziell Dioxine entstehen. Das Rücknahmenetz Recovinyl organisiert das Recycling von PVC-Bauprodukten in Europa.
Recycling-PVC-Preis: 100-300 €/t
Kunststoff-Fraktionen
Kunststoffe sind chemisch sehr unterschiedlich und haben verschiedene Recyclingpfade. Die Einordnung der Recyclingfähigkeit folgt dem Recycling-Code (Dreiecks-Symbol mit Zahl auf der Verpackung).
PET (Polyethylenterephthalat, Code 1)
PET ist der Standardkunststoff für Getränkeflaschen und Folienverpackungen. Das Pfandsystem für Einwegflaschen erzeugt einen der saubersten Recyclingströme überhaupt. Bottle-to-Bottle-Recycling, die direkte Wiederverwendung als Flaschenmaterial, ist technisch etabliert.
PET-Flakes-Preis: 400-700 €/t
HDPE (Hochdichtes Polyethylen, Code 2)
HDPE findet sich in Shampooflaschen, Eimern, Rohrleitungen und Tragetaschen. Es ist einer der einfacher zu recycelnden Kunststoffe. Aus Recycling-HDPE werden überwiegend Rohre, Gartenmöbel und Außenbereichsprodukte hergestellt.
HDPE-Recyclat-Preis: 500-900 €/t
Polyurethan-Schaum (PU, Code 7)
Der verbreitete Polsterschaumstoff in Möbeln und Matratzen. Chemisches Recycling via Glykolyse ist möglich, aber noch nicht flächendeckend verfügbar. Ältere Schaumstoffe vor ca. 2000 können HBCD (ein inzwischen verbotenes Flammschutzmittel) enthalten, das eine Sonderentsorgung erfordert.
Marktwert: gering bis negativ (Aufbereitungskosten übersteigen oft den Erlös)
Nachwachsende und organische Rohstoffe
Altholz
Holz ist der einzige Baustoff aus nachwachsenden Rohstoffen in dieser Liste. Die Altholzverordnung teilt es in vier Belastungsklassen: A I (naturbelassenes Massivholz) bis A IV (stark schadstoffbelastetes Material wie alte Spanplatten mit hohem Formaldehydgehalt). Unbehandeltes Holz kann zu neuen Holzwerkstoffen verarbeitet werden. Höher belastete Klassen werden thermisch in Biomassekraftwerken verwertet.
Altholzpreis A I: 30-80 €/t | A III/IV: negativ (Entsorgungskosten)
Altpapier
Deutschland recycelt rund 76 % seines Papiers, eine der höchsten Quoten weltweit. Recyclingpapier spart bis zu 60 % Energie und 70 % Wasser gegenüber Frischfaserpapier. Wichtig: Kassenbon-Thermopapier (enthält oft BPA) und beschichtete Kartons gehören nicht ins Altpapier.
Altpapierpreis: 50-120 €/t (kann bei Überangebot zeitweise negativ werden)
Textilien
Naturfasern wie Baumwolle (C6H10O5), Wolle und Leinen sind biologisch abbaubar oder zu Dämmstoffen verarbeitbar. Synthetische Fasern wie Polyester und Nylon sind aktuell kaum recycelbar. Die Getrennterfassung über seriöse Altkleidercontainer ist die wichtigste Voraussetzung für eine Weiterverwertung.
Marktwert: sehr variabel, stark qualitäts- und sortenabhängig
Kompost und Bioabfall
Organische Abfälle aus Küche und Garten enthalten die Nährstoffelemente Stickstoff (N, Ordnungszahl 7), Phosphor (P, Ordnungszahl 15) und Kalium (K, Ordnungszahl 19). Kompostierung oder Vergärung schließt den Nährstoffkreislauf. Besonders Phosphor ist ein endlicher, nicht substituierbarer Rohstoff in der Landwirtschaft.
BGK-zertifizierter Kompostpreis: 10-30 €/t
Übersicht: Marktpreise und Recyclingpotenzial
| Wertstoff | Symbol / Formel | Richtpreis | Recyclingquote (DE) |
|---|---|---|---|
| Aluminium | Al (Nr. 13) | 1.000-1.400 €/t (Schrott) | >90 % |
| Stahl/Eisen | Fe (Nr. 26) | 300-450 €/t | ~80 % |
| Kupfer | Cu (Nr. 29) | 6.000-7.500 €/t (Schrott) | ~95 % |
| Blei | Pb (Nr. 82) | 1.900-2.200 €/t | ~99 % |
| Nickel | Ni (Nr. 28) | 14.000-18.000 €/t | ~60 % |
| Lithium | Li (Nr. 3) | 10.000-15.000 €/t | <10 % (im Aufbau) |
| Kobalt | Co (Nr. 27) | 25.000-35.000 €/t | <15 % (im Aufbau) |
| Gold (Spuren) | Au (Nr. 79) | 55.000-65.000 €/kg | ~15-20 % aus E-Schrott |
| Glas | SiO2 | 30-70 €/t | >83 % |
| PET-Kunststoff | C10H8O4 | 400-700 €/t (Flakes) | ~53 % |
| Altpapier | Cellulose | 50-120 €/t | ~76 % |
| Altholz (A I) | Cellulose/Lignin | 30-80 €/t | ~93 % (energetisch) |
| Kompost | N / P / K | 10-30 €/t | ~60 % Bioabfall |
Preise: Richtwerte Q1 2025, LME und bvse-Preisbarometer. Recyclingquoten: UBA, Eurostat, Branchenverbände.
Die richtige Tonne entscheidet, ob aus Ihrem Abfall ein neuer Rohstoff wird oder nur Asche im Kraftwerk. Diese Materialkunde erklaert Fraktion fuer Fraktion, was hineingehoert, wie korrekt getrennt wird, was im Recycling daraus entsteht und welche Fehlwuerfe die Verwertung sabotieren. Grundlage sind das Kreislaufwirtschaftsgesetz und aktuelle amtliche Zahlen des Umweltbundesamtes und der dualen Systeme. Am Ende finden Sie einen ausfuehrlichen, annotierten Quellenkatalog und Antworten auf die haeufigsten Trennfragen.
Das Fundament: die Abfallhierarchie
Jede Entscheidung am Muelleimer folgt einer gesetzlichen Logik. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) legt in Paragraf 6 eine fuenfstufige Rangfolge fest, die sogenannte Abfallhierarchie. Sie lautet in fester Reihenfolge: 1. Vermeidung, 2. Vorbereitung zur Wiederverwendung, 3. Recycling, 4. sonstige Verwertung (insbesondere energetische Verwertung und Verfuellung) und 5. Beseitigung (Quelle: Gesetze im Internet, KrWG Paragraf 6, 2012). Diese Stufen sind keine Empfehlung, sondern Vorrangregel: Was vermieden oder wiederverwendet werden kann, soll nicht verbrannt werden. Die deutsche Hierarchie setzt die EU-Abfallrahmenrichtlinie 2008/98/EG um.
Fuer den Alltag folgt daraus ein einfaches Prinzip: Korrektes Trennen schiebt Material von der untersten Stufe (Verbrennung im Restmuell) nach oben in Richtung Recycling. Wer eine PET-Flasche oder ein Glas falsch einwirft, verschenkt einen Wertstoff an die thermische Verwertung. Bundesweit liegt der Pro-Kopf-Anfall an Siedlungsabfall bei rund 519 Kilogramm pro Einwohner und Jahr, davon werden 98 Prozent verwertet, 68 Prozent stofflich (Quelle: Umweltbundesamt, 2023). Diese hohe Quote entsteht nur, weil Millionen Haushalte taeglich richtig trennen.
Papier, Pappe, Karton: die Altpapiertonne
Was hineingehoert
In die blaue Altpapiertonne gehoeren Zeitungen, Zeitschriften, Kataloge, Prospekte, Schreib- und Druckpapier, Bueromaterial, Buecher ohne Plastikeinband sowie saubere Kartonagen und Pappverpackungen. Papier ist eine der erfolgreichsten Fraktionen in Deutschland: Bei den dualen Systemen erreichten Papier-, Pappe- und Kartonverpackungen 2024 eine Recyclingquote von 91,8 Prozent und uebertrafen damit die gesetzliche Vorgabe von 90 Prozent (Quelle: Mülltrennung wirkt, 2026). Der Pro-Kopf-Papierverbrauch liegt bei rund 190 Kilogramm insgesamt (Quelle: wir-lieben-recycling.de, 2024). Bundesweit wurden 2024 rund 12,4 Millionen Tonnen Altpapier gesammelt, die Ruecklaufquote lag bei 78,2 Prozent (Quelle: Statista, 2024).
Typische Fehlwuerfe
Nicht jedes Papier ist Altpapier. Kassenbons und Kassenzettel bestehen meist aus Thermopapier, das chemisch beschichtet ist und teilweise Bisphenole enthaelt. Sie gehoeren in den Restmuell, nicht ins Altpapier (Quelle: Umweltbundesamt/Utopia, 2024). Ebenfalls Fehlwuerfe sind stark verschmutzte oder fetthaltige Papiere wie benutzte Pizzakartons und Backpapier, beschichtete Geschenkpapiere, Tapetenreste sowie Tetrapacks (Getraenkekartons gehoeren in den Gelben Sack). Eine wichtige Faustregel: Papier wird zu Fasern verarbeitet, und Fett, Lebensmittelreste oder Kunststoffbeschichtungen stoeren diesen Faserprozess.
Glas: der Altglascontainer
Farbtrennung ist entscheidend
Altglas wird farbgetrennt gesammelt: Weiss, Braun und Gruen. Falsch eingeworfene Farben mindern die Qualitaet des Rezyklats. Blaues und andersfarbiges Glas gehoert zum Gruenglas, weil Gruen Farbabweichungen am besten toleriert (Quelle: Umweltbundesamt, 2024). Bundesweit stehen ueber 250.000 Altglascontainer bereit (Quelle: Umweltbundesamt, 2024). Ein hartnaeckiger Irrtum lautet, die Trennung sei sinnlos, weil im Sammelfahrzeug ohnehin alles vermischt werde. Das stimmt nicht: Moderne Sammelfahrzeuge haben getrennte Kammern, die Farbtrennung bleibt bis zur Glashuette erhalten.
Was nicht in den Altglascontainer gehoert
Nicht hinein gehoeren Fensterglas, Autoglas, Trinkglaeser, Kristallglas, Keramik, Porzellan, Gluehbirnen, Ceran und feuerfeste Glaeser (Quelle: Umweltbundesamt, 2024). Der Grund ist physikalisch: Diese Materialien haben eine andere Schmelztemperatur oder Zusammensetzung und bilden im Schmelzofen Einschluesse, die ganze Chargen unbrauchbar machen. Trinkglaeser und Gluehbirnen gehoeren in den Restmuell beziehungsweise auf den Wertstoffhof, Energiesparlampen sind Elektroaltgeraete (siehe unten).
Was im Recycling passiert
Glas ist theoretisch unendlich oft ohne Qualitaetsverlust recycelbar. Bei der Behaelterglasproduktion wurden im Mittel rund 60 Prozent Altglasscherben eingesetzt, bei Gruenglas bis zu rund 90 Prozent (Quelle: Umweltbundesamt, 2024). Die deutsche Behaelterglasproduktion lag 2024 bei 3,788 Millionen Tonnen von insgesamt 6,661 Millionen Tonnen Glasproduktion (Quelle: Umweltbundesamt, 2024). Bei den dualen Systemen erreichte Glas 2024 eine Recyclingquote von 82,9 Prozent und verfehlte damit die ambitionierte gesetzliche Vorgabe von 90 Prozent (Quelle: Mülltrennung wirkt, 2026).
Kunststoffe und Leichtverpackungen: die Gelbe Tonne und der Gelbe Sack
Die Verpackungsregel
In die Gelbe Tonne beziehungsweise den Gelben Sack gehoeren ausschliesslich restentleerte Verpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weissblech und Verbundstoffen wie Getraenkekartons. Nicht hinein gehoeren Papier oder Glas (Quelle: Mülltrennung wirkt, 2026). Wichtig: Verbraucher muessen nicht nach Materialart vorsortieren. Alle Leichtverpackungen kommen gemeinsam hinein, die Sortenrennung uebernehmen automatische Sortieranlagen. Restentleert heisst loeffelrein, nicht gespuelt: Eine ausgekratzte Joghurtbecherwand reicht.
Ein verbreitetes Missverstaendnis betrifft den Gruenen Punkt. Diese Kennzeichnung ist heute kein Pflicht- oder Sortierhinweis mehr und sagt nicht aus, dass eine Verpackung in den Gelben Sack gehoert oder besonders umweltfreundlich ist. Massgeblich ist allein das Material und die Frage, ob es sich um eine Verpackung handelt (Quelle: NABU, 2024). Ebenso wichtig: In den Gelben Sack gehoeren grundsaetzlich nur Verpackungen. Stoffgleiche Nichtverpackungen wie Plastikspielzeug, Kochtoepfe oder Zahnbuersten sind je nach Kommune Restmuell oder Wertstoffhof, nicht automatisch Gelber Sack.
Die Recyclingcodes 1 bis 7
Kunststoffe tragen Recyclingcodes, die die Polymerart kennzeichnen: 1 PET, 2 HDPE/PE-HD, 3 PVC, 4 LDPE/PE-LD, 5 PP, 6 PS und 7 Other (Sonstige, unter anderem Verbunde und Mehrschichtfolien). PET aus Pfandflaschen liefert einen besonders sauberen Recyclingstrom, waehrend PVC, PS und Verbundstoffe schwerer zu verwerten sind (Quelle: Umweltbundesamt, 2025).
| Code | Kunststoff | Typische Produkte | Recyclingfaehigkeit |
|---|---|---|---|
| 1 PET | Polyethylenterephthalat | Getraenkeflaschen | Sehr gut, sortenreiner Strom |
| 2 HDPE | Polyethylen hoher Dichte | Reinigerflaschen, Kanister | Gut |
| 3 PVC | Polyvinylchlorid | Rohre, Folien | Schwierig |
| 4 LDPE | Polyethylen niedriger Dichte | Tueten, Folien | Maessig |
| 5 PP | Polypropylen | Becher, Deckel | Gut |
| 6 PS | Polystyrol | Joghurtbecher, Styropor | Schwierig |
| 7 Other | Sonstige/Verbunde | Mehrschichtverpackungen | Schwer bis nicht |
Mengen und Quoten
Das Kunststoffabfallaufkommen in Deutschland betrug 2023 rund 5,91 Millionen Tonnen (Quelle: Umweltbundesamt, 2023). Davon wurden 38,4 Prozent (2,27 Millionen Tonnen) werkstofflich oder rohstofflich verwertet, 61,1 Prozent (3,61 Millionen Tonnen) energetisch verbrannt und 0,5 Prozent beseitigt (Quelle: Umweltbundesamt, 2023). Mengenmaessig dominieren PE mit 3,47 Millionen Tonnen, PP mit 2,21 Millionen Tonnen, PVC mit 1,55 Millionen Tonnen, PET mit 0,83 Millionen Tonnen und PS mit 0,625 Millionen Tonnen (Quelle: Umweltbundesamt, 2023). Bei den dualen Systemen erreichte Kunststoff 2024 eine werkstoffliche Recyclingquote von 70,8 Prozent und uebertraf damit die gesetzliche Vorgabe von 63 Prozent deutlich (Quelle: Mülltrennung wirkt, 2026). Der wunde Punkt bleibt die Reinheit: Der Anteil der Fehlwuerfe in der durchschnittlichen Gelben Tonne liegt bei ueber 30 Prozent (Quelle: Umweltbundesamt, 2023).
Verbundverpackungen
Getraenkekartons bestehen aus mehreren Schichten (Karton, Kunststoff, teils Aluminium). Sie gehoeren in den Gelben Sack und werden in spezialisierten Anlagen aufgetrennt, sind aber schwerer zu recyceln als sortenreine Materialien (Quelle: Mülltrennung wirkt, 2026). Das zeigt sich in der Quote: Getraenkekartons erreichten bei den dualen Systemen 2024 nur 69,5 Prozent und verfehlten die Vorgabe von 80 Prozent (Quelle: Mülltrennung wirkt, 2026).
Metalle: Weissblech, Aluminium und mehr
Metalle werden in Eisenmetalle (FE, magnetisch, etwa Stahl und Weissblech) und Nichteisenmetalle (NE, etwa Aluminium und Kupfer) getrennt. In Sortieranlagen geschieht das vollautomatisch ueber Magnetabscheider fuer Eisen und Wirbelstromabscheider fuer Nichteisenmetalle. Metalle sind ohne Qualitaetsverlust beliebig oft recycelbar (Quelle: Umweltbundesamt, 2026). Metallverpackungen wie Konservendosen, Getraenkedosen und Aluminiumschalen gehoeren in den Gelben Sack.
Die Recyclingquoten bei den dualen Systemen sind hier spektakulaer: Eisenmetalle erreichten 2024 eine Quote von 107,8 Prozent, Aluminium sogar 117,4 Prozent (Quelle: Mülltrennung wirkt, 2026). Werte ueber 100 Prozent sind kein Rechenfehler: Die Quote bezieht sich auf die bei den dualen Systemen lizenzierte Menge, und durch zusaetzliche Mengen aus anderen Quellen kann die recycelte Masse die lizenzierte uebersteigen. Bezogen auf das gesamte Verpackungsaufkommen lagen die materialspezifischen Quoten 2023 bei 86,8 Prozent fuer Eisenmetalle und 68,0 Prozent fuer Aluminium (Quelle: Umweltbundesamt, 2023).
Bioabfall: die Biotonne
Was hineingehoert
In die Biotonne gehoeren organische Kuechen- und Gartenabfaelle: Obst- und Gemuesereste, Kaffeesatz mit Filter, Teebeutel ohne Plastik, Eierschalen, verdorbene Lebensmittel ohne Verpackung, Rasenschnitt, Laub und Strauchschnitt. Ueber die Biotonne wurden 2023 rund 5,2 Millionen Tonnen Bioabfall getrennt gesammelt, etwa 61 Kilogramm pro Kopf, in Grossstaedten rund 50 Kilogramm (Quelle: Umweltbundesamt, 2023). Aus Bioabfall entstehen in Kompostier- und Vergaerungsanlagen Kompost und Biogas, also Duenger und erneuerbare Energie.
Das Plastikproblem
Kunststoff ist in der Biotonne ein gravierender Fehlwurf, und zwar auch sogenannte kompostierbare oder biologisch abbaubare Plastiktueten. Sie bauen sich in den Behandlungsanlagen meist nicht rechtzeitig ab und gelangen als Mikroplastik in Komposte und Boeden (Quelle: NABU/wirfuerbio, 2024). In vielen Kommunen gelten sie deshalb ausdruecklich als Fehlwurf. Besser sind Papiertueten, Zeitungspapier oder die lose Sammlung im Vorsortierbehaelter.
Das groesste ungenutzte Potenzial liegt jedoch nicht in der Biotonne selbst, sondern daneben: Rund 4 Millionen Tonnen Bioabfaelle landen pro Jahr im Restmuell statt in der Biotonne (Quelle: NABU, 2023). Jeder Apfelrest in der grauen Tonne wird verbrannt statt zu Kompost und Biogas verwertet.
Restmuell: die graue Tonne
Die graue oder schwarze Tonne ist fuer nicht verwertbare Reste bestimmt: Hygieneartikel, Windeln, Staubsaugerbeutel, Asche, Zigarettenkippen, stark verschmutzte Verpackungen, Thermopapier, Porzellan- und Keramikscherben sowie kaputtes Trinkglas. Restmuell wird in Deutschland nicht deponiert. Die Deponierung unbehandelter Siedlungsabfaelle ist seit 2005 verboten, der Restmuell wird in Muellverbrennungsanlagen thermisch verwertet und die freiwerdende Energie als Strom und Fernwaerme genutzt.
Der entscheidende Befund: Der Restmuell ist viel zu voll. Tatsaechlich bestehen noch ueber 60 Prozent seines Inhalts aus Wertstoffen und Bioabfall, die in andere Tonnen gehoert haetten (Quelle: Umweltbundesamt/NABU, 2023). Das deutsche Rest- und Hausmuellaufkommen lag 2023 bei 12,8 Millionen Tonnen, rund 151 Kilogramm pro Kopf (Quelle: Umweltbundesamt, 2023). Wer konsequent trennt, halbiert seine Restmuellmenge.
Elektroaltgeraete: niemals in den Hausmuell
Elektroaltgeraete gehoeren nie in den Restmuell. Erfasst werden sie ueber kommunale Sammelstellen und Wertstoffhoefe sowie ueber die Handelsruecknahme. Groessere Haendler mit einer Verkaufsflaeche ab 400 Quadratmetern, bei Lebensmittelhaendlern mit Elektrosortiment ab 800 Quadratmetern, muessen Kleingeraete mit einer Kantenlaenge bis 25 Zentimeter auch ohne Neukauf zuruecknehmen (Quelle: stiftung ear/ElektroG, 2024). Das Elektro- und Elektronikgeraetegesetz (ElektroG) setzt die EU-WEEE-Richtlinie um, die Registrierung laeuft ueber die stiftung ear, die gesetzliche Sammelquote liegt seit 2019 bei 65 Prozent.
Diese Quote wird klar verfehlt: 2023 wurden 3.243.822 Tonnen Elektrogeraete in Verkehr gebracht, aber nur 906.121 Tonnen gesammelt, eine Sammelquote von 29,5 Prozent (Quelle: Umweltbundesamt, 2023). Das ist weniger als die Haelfte des Ziels und einer der groessten Schwachpunkte der deutschen Kreislaufwirtschaft. Auch Energiesparlampen, LED-Lampen und Leuchtstoffroehren sind Elektroaltgeraete und kein Restmuell. Leuchtstoff- und Energiesparlampen enthalten zudem Quecksilber und gehoeren zwingend in die getrennte Sammlung.
Batterien und Akkus: Pflicht zur Rueckgabe
Batterien und Akkus duerfen nicht in den Hausmuell. Sie sind im Handel und an Sammelstellen kostenlos zurueckzugeben (Quelle: Umweltbundesamt, 2024). Das Batterierecht-Durchfuehrungsgesetz (BattDG) regelt Ruecknahme und Verwertung und setzt die EU-Batterieverordnung um. Die Mindestsammelquote fuer Geraete-Altbatterien liegt aktuell bei 50 Prozent und steigt kuenftig auf 63 Prozent (bis Ende 2027) und 73 Prozent (bis Ende 2030). 2024 wurde mit 53,8 Prozent (2023: 50,4 Prozent) die geltende Mindestquote erreicht (Quelle: GRS Batterien, 2024).
Besondere Vorsicht gilt bei Lithium-Ionen-Akkus, etwa aus Smartphones, Laptops, E-Zigaretten oder Akkuwerkzeugen. Sie sind brandgefaehrlich und duerfen weder in den Restmuell noch in den Gelben Sack, weil sie in Sammelfahrzeugen und Sortieranlagen Braende ausloesen koennen (Quelle: Umweltbundesamt, 2024). Auch fest verbaute Akkus in Wegwerfprodukten wie blinkenden Schuhen oder Einweg-E-Zigaretten gehoeren in die getrennte Elektro- und Batteriesammlung.
Sonderabfall und Schadstoffe
Gefaehrliche Abfaelle aus Haushalten gehoeren zum Schadstoffmobil oder zur Schadstoffsammelstelle, niemals in den Hausmuell oder ins Abwasser. Dazu zaehlen Farben, Lacke, Loesungsmittel, Pflanzenschutzmittel, Chemikalien, Spraydosen mit Restinhalt, quecksilberhaltige Energiesparlampen und Leuchtstoffroehren sowie Altoel (Quelle: Verbraucherzentrale, 2024). Energiesparlampen und LED- sowie Leuchtstoffroehren sind dabei doppelt sensibel, weil sie zugleich Elektroaltgeraete sind.
Die meisten Kommunen bieten ein mobiles Schadstoffmobil mit festen Haltepunkten oder eine stationaere Annahmestelle am Wertstoffhof an. Altmedikamente koennen je nach Region ueber den Restmuell, ueber Apotheken oder ueber die Schadstoffsammlung entsorgt werden, ein Spuelen in Toilette oder Ausguss ist immer falsch.
Wer sammelt was: die Behaelter- und Anlaufstellen-Logik
| Fraktion | Anlaufstelle | Rechtsgrundlage / System |
|---|---|---|
| Papier, Pappe, Karton | Blaue Altpapiertonne | VerpackG / kommunal |
| Glas (farbgetrennt) | Altglascontainer | VerpackG / Duale Systeme |
| Leichtverpackungen | Gelbe Tonne / Gelber Sack | VerpackG / Duale Systeme |
| Bioabfall | Biotonne | KrWG / oeffentlich-rechtlicher Entsorgungstraeger |
| Restmuell | Graue / schwarze Tonne | KrWG / oeffentlich-rechtlicher Entsorgungstraeger |
| Elektroaltgeraete | Wertstoffhof / Handelsruecknahme | ElektroG / stiftung ear |
| Batterien / Akkus | Handel / Sammelstellen | BattDG / GRS Batterien |
| Schadstoffe / Sonderabfall | Schadstoffmobil / Sammelstelle | KrWG / kommunal |
Hinter diesen Anlaufstellen stehen unterschiedliche Verantwortliche: Verpackungen organisieren die dualen Systeme im Rahmen der Herstellerverantwortung nach Verpackungsgesetz, Bioabfall und Restmuell verantworten die oeffentlich-rechtlichen Entsorgungstraeger der Kommunen, Elektrogeraete koordiniert die stiftung ear, Batterien das Gemeinsame Ruecknahmesystem GRS. Welche konkrete Tonne oder welcher Wertstoffhof fuer Sie zustaendig ist, regelt Ihre Kommune. Lokale Abweichungen sind moeglich, etwa bei stoffgleichen Nichtverpackungen oder kompostierbaren Tueten.
Haeufige Fragen
Muss ich Verpackungen vor dem Wegwerfen ausspuelen?
Nein. Verpackungen muessen nur restentleert, also loeffel- oder spatelrein sein. Ein Ausspuelen mit Trinkwasser ist aus oekologischer Sicht nicht sinnvoll. Die Sortier- und Recyclinganlagen kommen mit produktrein entleerten Verpackungen zurecht.
Gehoeren kompostierbare Plastiktueten in die Biotonne?
In der Regel nein. Auch als kompostierbar oder biologisch abbaubar gekennzeichnete Tueten bauen sich in den Anlagen meist nicht rechtzeitig ab und gelten in vielen Kommunen als Fehlwurf (Quelle: NABU/wirfuerbio, 2024). Nutzen Sie Papiertueten, Zeitungspapier oder sammeln Sie lose.
Was bedeutet der Gruene Punkt auf einer Verpackung?
Heute nichts Verbindliches. Der Gruene Punkt ist kein Sortier- oder Pflichthinweis und sagt nichts ueber Umweltfreundlichkeit aus. Entscheidend ist allein, ob es sich um eine Verpackung handelt (Quelle: NABU, 2024).
Warum gibt es Recyclingquoten ueber 100 Prozent?
Weil sich die Quote auf die bei den dualen Systemen lizenzierte Menge bezieht. Wenn zusaetzliches Material aus anderen Quellen mitrecycelt wird, kann die recycelte Masse die lizenzierte uebersteigen, wie 2024 bei Eisenmetallen (107,8 Prozent) und Aluminium (117,4 Prozent) (Quelle: Mülltrennung wirkt, 2026).
Wohin mit Trinkglaesern, Porzellan und Gluehbirnen?
Nicht in den Altglascontainer. Trinkglaeser, Keramik und Porzellan haben eine andere Zusammensetzung und stoeren das Glasrecycling, sie gehoeren in den Restmuell oder auf den Wertstoffhof. Gluehbirnen sind Restmuell, Energiespar- und LED-Lampen dagegen Elektroaltgeraete (Quelle: Umweltbundesamt, 2024).
Ist die Farbtrennung beim Altglas wirklich noetig?
Ja. Moderne Sammelfahrzeuge haben getrennte Kammern, die Farbtrennung bleibt bis zur Glashuette erhalten und ist fuer die Qualitaet entscheidend. Andersfarbiges Glas gehoert zu Gruenglas (Quelle: Umweltbundesamt, 2024).
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Quellen & weiterfuehrende Links
Gesetze & Behoerden
- KrWG Paragraf 6 (Abfallhierarchie): Die fuenfstufige Rangfolge der Abfallbewirtschaftung im Wortlaut.
- Verpackungsgesetz (VerpackG): Herstellerverantwortung, Registrierung und Mindest-Recyclingquoten fuer Verpackungen.
- Elektro- und Elektronikgeraetegesetz (ElektroG): Sammlung, Ruecknahme und Verwertung von Elektroaltgeraeten.
- Batterierecht-Durchfuehrungsgesetz (BattDG): Ruecknahme- und Verwertungspflichten fuer Altbatterien, Umsetzung der EU-Batterieverordnung.
- Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV): Getrennte Sammlung gewerblicher Siedlungsabfaelle, Abgrenzung Haushalt und Gewerbe.
- EU-Abfallrahmenrichtlinie 2008/98/EG: Europaeische Grundlage der Abfallhierarchie und Recyclingziele.
- Umweltbundesamt (UBA): Fachbehoerde fuer die amtliche Abfall- und Recyclingstatistik.
- stiftung ear: Register und Koordinierung der Elektroaltgeraete nach ElektroG.
Statistik & Studien
- UBA: Abfallaufkommen: Pro-Kopf-Siedlungsabfall, Brutto- und Netto-Aufkommen, Verwertungsanteile.
- UBA: Verpackungsverbrauch erneut gesunken: Gesamtquote 69,4 Prozent und Verpackungsaufkommen 2023.
- UBA: Verpackungsabfaelle: Materialspezifische Recyclingquoten und Sortiertechnik (FE/NE).
- UBA: Glas und Altglas: Farbtrennung, Scherbeneinsatz, Behaelterglasproduktion und Fehlwuerfe.
- UBA: Kunststoffabfaelle: Aufkommen, werkstoffliche und energetische Verwertung, Kunststoffarten.
- UBA: Altpapier: Sammlung, Verwertung und Einsatzquoten der Papierindustrie.
- UBA: Bioabfaelle: Mengen, Kompostierung und Vergaerung, Behandlungsanlagen.
- UBA: Elektro- und Elektronikaltgeraete: In Verkehr gebrachte und gesammelte Mengen, Sammelquote 29,5 Prozent.
- UBA: Altbatterien: Ruecknahme, Brandrisiken von Lithium-Ionen-Akkus, Sammelquoten.
- UBA: Abfaelle privater Haushalte: Rest- und Hausmuell pro Kopf, Fehlwurfanteile in der Gelben Tonne.
- Statista: Altpapierruecklaufquote: Gesammelte Altpapiermenge und Ruecklaufquote 78,2 Prozent (2024).
- wir-lieben-recycling.de: Altpapier in Zahlen: Pro-Kopf-Papierverbrauch in Deutschland.
Systembetreiber & Verbaende
- Muelltrennung wirkt: Recyclingquoten 2024: Quoten der dualen Systeme nach Material, Verpackungsregeln.
- Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR / LUCID): Register und Quotenkontrolle fuer Verpackungen.
- NABU: Recycling und der Gelbe Sack: Hintergrund zu Verpackungsrecycling und Gelbem Sack.
- NABU: Biomuell: Rund 4 Millionen Tonnen Bioabfall landen jaehrlich im Restmuell.
- wirfuerbio: Bioabfall in Deutschland: Kampagne gegen Plastik in der Biotonne.
- bvse: Branchenverband der Recyclingwirtschaft und Sekundaerrohstoffe.
Praktische Hilfen
- Verbraucherzentrale: Schadstoffe im Haushalt: Welche Stoffe zum Schadstoffmobil gehoeren und warum.
- Utopia: Thermopapier richtig entsorgen: Warum Kassenbons in den Restmuell gehoeren.
Hinweis: Die genannten Quoten und Mengen geben den jeweils aktuellsten amtlichen Stand wieder (UBA-Daten 2023, Quoten der dualen Systeme 2024). Recyclingziele und Gesetzeslage entwickeln sich weiter, unter anderem durch die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) mit Vorgaben ab August 2026. Pruefen Sie die verlinkten Primaerquellen fuer den tagesaktuellen Stand.